Steven Prince

Die Frau in der Themse

Aus dem Englischen von Anna-Nina Kroll und Lisa Kögeböhn. Diogenes, 928 Seiten, € 14,-

Historischer Spannungsroman und literarisches Gesellschaftspanorama: die aufregende Dreiecksbeziehung zwischen Charlotte Reckitt, einer stolzen, schönen und gerissenen Gaunerin, Adam Foole, Dandy-Dieb mit Vergangenheit, Charme und einem Händchen für spektakuläre Coups, und William Pinkerton, Erbe einer Detektei und skrupelloser Verbrecherjäger. 1885 treffen sie in London aufeinander, kurz vor den spektakulären Whitechapel-Morden von Jack the Ripper. Das Buch führt durch ein lebenspralles viktorianisches London, ins exotische Südafrika und zwischen die Fronten des Amerikanischen Bürgerkriegs. Price nimmt sich zwei Legenden zum Vorbild: den berühmt-berüchtigten Detektiv Allan Pinkerton, der 1850 in Chicago die Pinkerton Agency gründete, die noch heute besteht und als die erste amerikanische Detektei gilt, und den nicht minder berühmten Ganoven Adam Worth. Gegen ihn wurde wegen Eisenbahnraubs im großen Stil ermittelt, wegen des Diebstahls eines Gemäldes von Thomas Gainsborough und wegen des Raubs von Rohdiamanten im Wert von 500.000 Dollar. Der Ermittler war kein Geringerer als William Pinkerton, Sohn des Allan Pinkerton, dem Worth seine Lebensgeschichte erzählte – die Unterlagen liegen noch heute im Safe der Pinkerton Agency.

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