Lydia Davis

Es ist, wie’s ist

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Klaus Hoffer, Droschl, 176 Seiten, € 22,-

Bereits in ihren ersten Stories beweist Lydia Davis ihre große Meisterschaft in der kleinen Form. Sie betrachtet auf ihre trocken-humorige und so intelligente Art das, was zwischen uns und in uns selbst vorgehen kann. Auch noch so kleine Feinheiten und Details des Lebens entdeckt Davis und schenkt ihnen besondere Bedeutung. Eine Vielzahl an unterschiedlichsten Lebenssituationen und menschlichen Eigentümlichkeiten findet sich in den Stories, erzählt mit einem präzisen, klaren Blick: Alltagsspleens und -ängste, eben »ein paar Dinge, die mit mir nicht in Ordnung sind«; ein Kassensturz über eine beendete Beziehung; eine Mutter, die mit ihrer Tochter nie zufrieden ist; eine Kriminalgeschichte, die als Französischsprachkurs getarnt ist; das Rätsel, was es wirklich mit dem Brief eines Ex-Freundes auf sich hat; „Auszüge aus einem Leben“, die einen ganzen Lebensverlauf im Schnelldurchlauf erzählen – und so vieles mehr. Mit „Es ist, wie’s ist“ („Break it down“, 1986)

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