Ivo Andric

Insomnia. Nachtgedanken

übersetzt von Michael Martens
Zsolnay, 192 Seiten, € 20,-

„Hat noch wer die Welt so geliebt wie ich?“ Sein ganzes Erwachsenenleben lang hat sich der Jahrhundertschriftsteller Ivo Andrić, weltweit gelesen und ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur für seine historischen Romane, Notizen gemacht – Alltagsbeobachtungen, Reiseeindrücke, Charakterbilder, lakonische Kürzestgeschichten. Zu den schonungslosesten, erschütterndsten, intimsten Texten zählen jene, die sich mit der Schlaflosigkeit, dem Altern, der Vergänglichkeit beschäftigen. Pralle Lebenslust gemischt mit Franz Kafka und Edgar Allan Poe, so lässt sich dieses großartige Buch charakterisieren, das der Andrić-Biograf Michael Martens zusammengestellt hat.

Ivo Andric wurde 1892 in Travnik/Bosnien geboren und starb 1975 in Belgrad. Er studierte Slawistik und Geschichte in Zagreb, Wien, Krakau und Graz. 1920 trat er in den diplomatischen Dienst ein, 1939 bis 1941 war er jugoslawischer Botschafter in Berlin. 1961 erhielt Andrić den Nobelpreis für Literatur.

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