Clemens Bruno Gatzmaga

Jacob träumt nicht mehr

Karl Rauch Verlag, 176 Seiten, € 20,-

Jacob funktioniert. In der Agentur steht der nächste Pitch an, Brainstorming folgt auf Brainstorming. Die von seinem Team und ihm entwickelte künstliche Intelligenz Kay soll den Auftrag einer Großbank sichern, der weitere Aufstieg auf der Karriereleiter winkt. Keine Zeit für Träume. Am Tag der Präsentation verläuft er sich, findet sich in einem Wald wieder und wacht schließlich im Krankenhaus auf. Was ist geschehen? Was ist Realität und was Fantasie? Jakob beschließt, sich auf die Suche nach den verlorenen Träumen zu begeben.

Clemens Bruno Gatzmaga erzählt punktgenau von den Absurditäten im Leben und Arbeiten junger Erwachsener. In seinem Debütroman gelingt ihm ein erzählerischer Balanceakt zwischen den Ebenen: die metallische Kälte und die vollkommene Sinnleere der PR-Welt (man fühlt sich an Bret Easton Ellis erinnert) wird kontrastiert mit poetischen Bildern der Ruhe und Melancholie, in der schließlich auch die Natur als Bedrohung im vergifteten Kopf des Protagonisten erscheint.

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