Kikuko Tsumura

Lasst mich einfach hier sitzen und Yakisoba essen

Aus dem Japanischen von Katja Busson. Eichborn, 304 Seiten, € 18,-

Die Erzählerin in diesem Roman ist müde – von der Arbeitswelt, ihren absurden Ritualen und entfremdenden Herausforderungen. Gebeutelt von den nie enden wollenden Anforderungen des Kapitalismus, wünscht sie sich einen Job, bei dem sie möglichst wenig investieren muss, also am liebsten sehr wenig denken. Allerdings entwickeln auch die abseitigsten Anstellungen ihre Tücken – von Läden, die wie von Zauberhand vom Erdboden verschwinden, über mysteriösen Sekten, zu einem Landschaftspark, der von einem Geist heimgesucht scheint. Fast könnte man meinen, das System ist das Problem. Ein abgründiger Roman über die Tücken des modernen Alltags – lustig, surreal, hellsichtig und manchmal ganz schön beunruhigend.

Empfohlen von

nach oben