Michael Connelly

Schwarzes Echo

Aus dem Amerikanischen von Jörn Ingwersen
Kampa, 512 Seiten, € 13,-

Harry Bosch, einst bei der Eliteeinheit des Morddezernats von Los Angeles, muss wieder ganz unten beim LAPD anfangen, nachdem er in vermeintlicher Notwehr einen Unbewaffneten erschossen hat. Viel Zeit sich zu gramen hat er nicht: Bei einem Routineeinsatz erkennt er in einem toten Junkie einen ehemaligen Kameraden aus dem Vietnamkrieg. Der Mann war wie Bosch eine der sogenannten »Tunnelratten«, die die unterirdischen Tunnelsysteme des Vietcong auszurauchern hatten. Hat sich Billy Meadows wirklich den goldenen Schuss gesetzt? Aber warum ist einer seiner Finger so seltsam gebrochen? Bosch, der unbequeme, aber brillante Detective, kann den Fall nicht zu den Akten legen. Er zieht alle Register, bis er schließlich auf eine Geschichte stoßt, die buchstablich in tiefste Abgründe führt. Beim Showdown im Kanalsystem von L.A. ringt Bosch auch mit sich selbst, denn er muss sich entscheiden – für Recht oder Rache.

Michael Connelly, ist mit über 75 Millionen verkauften Büchern in 40 Sprachen einer der US-amerikanischen Krimi-Superstars. 1956 geboren, wuchs er in Florida auf, wo er als Journalist arbeitete, bis ihn die Los Angeles Times als Gerichtsreporter in die Stadt holte, in der sein literarisches Idol Raymond Chandler seine Romane spielen ließ, was Connelly ihm gleichtun sollte. Für seinen ersten Roman „Schwarzes Echo“ (1992) wurde Connelly mit dem Edgar Award, dem renommiertesten amerikanischen Krimipreis, ausgezeichnet. „Das zweite Herz“ und „Der Mandant“ wurden mit Clint Eastwood und Matthew McConaughey in den Hauptrollen verfilmt. Seit 2014 produziert Amazon die Serie „Bosch“, die auf den Fallen seines Ermittlers Hieronymus „Harry“ Bosch basiert.

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