Pierre Lemaitre

Spiegel unseres Schmerzes

Aus dem Französischen von Tobias Scheffel, Klett-Cotta, 480 Seiten, € 24,-

Im April 1940 glaubt in Frankreich niemand mehr an den Krieg, weder die Soldaten in ihren Bunkern noch die Pariser in ihren Cafés, und erst recht nicht Lehrerin Louise Belmont, bis die deutsche Wehrmacht durch die Ardennen vorrückt und Louises Leben völlig aus den Fugen gerät. Pierre Lemaitre erweckt mit Louise Belmont eine außergewöhnliche Heldin zum Leben und erschafft ein unvergleichliches Panorama jener Zeit. Schon im September 1939 haben Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Während sich an der Maginotlinie die feindlichen Truppen gegenseitig belauern, geht für die Bewohner von Paris der Alltag weiter. So auch bei Monsieur Jules, dem Restaurant in Montmartre, in dem Louise an den Wochenenden kellnert. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Louise wird mit einer unliebsamen Enthüllung konfrontiert, die ihr Leben auf den Kopf stellt, während der junge Soldat Gabriel mit den Konsequenzen einer überraschenden Beförderung zu kämpfen hat. Überrumpelt wird auch der Rest Frankreichs – und zwar von der deutschen Wehrmacht, die Kurs auf Paris nimmt. Chaos bricht aus und nichts ist mehr so, wie es einmal war.

Das große Finale der Romantrilogie von Goncourt- Preisträger Pierre Lemaitre.

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