»Sing mir Walgesicht, von deiner Begabung zum Licht«
Konzert, Lesungen und Gespräche mit Sarah Howe, Mélissa Laveaux, Mette Moestrup & Daniela Seel
Mittwoch, 28. Januar 2026, 19:00 Uhr
Altes Pfandhaus Köln, Kartäuserwall 20, 50678 Köln
Moderation: Rike Scheffler
Die deutschen Übersetzungen werden projiziert bzw. von Uljana Wolf gelesen.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.
Eintritt 12,-€ / 8,-€. Der Vorverkauf startet am 5. Dezember 2025.
Karten erhalten Sie über den Vorverkauf auf der Poetica-Webseite und an der Abendkasse.
Gemeinsam erkunden wir die innere Alchemie von Gedichten, rituelle und planetare Zaubersprüche, Beschwörung und Fluch. Dabei beginnen wir buchstäblich mit Eva, die »wusste, was sie tat, als sie aß«. Die deutsche Dichterin Daniela Seel sucht in ihrem Langgedicht Nach Eden eine feministische Sprache, die erzählt, wovon Wissenschaft wenig weiß: von Geburt, Sterben und Verletzlichkeit.
Die in Hongkong geborene Dichterin Sarah Howe windet in ihrem Gedichtband Foretokens DNA-Stränge aus Zeilenenden. Wie entziffern wir Informationen, die über Generationen weitergegeben werden? Berührend und spielerisch findet sie dichterische Freiheit im Chromosomenbabel lückenhafter Überlieferungen.
»Lässt sich die Zukunft milde stimmen?« fragt die dänische Dichterin Mette Moestrup – und präsentiert mit Butterfly Nebula eine leuchtend rote, hymnische Sammlung. Live entfaltet sie Blutwahrsagungen – Divinationen aus Versen und Klängen – und lenkt unseren Blick auf den gestörten Stoffwechsel zwischen Mensch und Erde.
Auch die Lieder der haitianisch-kanadischen Musiker:in Mélissa Laveaux klingen wie Erinnerungszauber. Laveaux selbst spricht von »Übertragungen« – wenn sie singt, vibriert die Luft. Auf ihrem Album Radyo Siwèl verschmelzen antikoloniale Widerstandslieder ihrer Vorfahr:innen mit queerer Freude, poppigen Folkriffs und pulsierenden Beats.