Zweisprachige Ausgabe. Italienisch / Deutsch. Übertragung und Nachwort von Ingeborg Bachmann
Suhrkamp Verlag, 163 Seiten, 22,-€

„Giuseppe Ungaretti, 1888 in Alexandria geboren, ist der Archipoeta, der Erzvater der modernen italienischen Dichtung. Man hat ihn einen Hermetiker genannt; aber dieses Schlagwort, zur Erklärung seines Werkes erfunden, hat es eher verdunkelt. Uns Heutigen erscheint es in strahlender Deutlichkeit, als ein Rätsel, das keiner Lösung bedarf. Ungaretti ist von nichts befangen; diese Freiheit ist es, was sein Dichten zu einem »offenbaren Geheimnis« macht: lapidar, unzweideutig, schön wie ein Kieselstein.“

Seine Kindheit brachte Giuseppe Ungaretti (geboren 1888) im großbürgerlichen Elternhaus in Alexandria zu, der kosmopolitischen Hafenstadt am Nildelta, die auch Konstantin Kavafis´Heimat war. 1906 ging er nach Paris, wo er am Collège de France studierte. Der Weltkrieg war für ihn eine traumatische Erfahrung; er hat ihn an der französischen sowie an der italienischen Front erlebt. 1920 zog er nach Rom. 1936 ging er nach Südamerika; er lehrte italienische Literatur an der Universität von São Paulo in Brasilien. Nach dem Krieg kehrte er nach Rom zurück. Er starb 1970.

Ingeborg Bachmann, geboren am 25. Juni 1926 in Klagenfurt, wurde durch einen Auftritt vor der Gruppe 47 als Lyrikerin bekannt. Nach den Gedichtbänden „Die gestundete Zeit“ (1953) und „Anrufung des Großen Bären“ (1956) publizierte sie Hörspiele, Essays und zwei Erzählungsbände. „Malina“ (1971) ist ihr einziger vollendeter Roman. Bachmann starb am 17. Oktober 1973 in Rom.

Gedicht Seite 147
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