Unsere Empfehlungen

Romane und Erzählungen

Ivo Andrić

Insomnia. Nachtgedanken

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„Hat noch wer die Welt so geliebt wie ich?“ Sein ganzes Erwachsenenleben lang hat sich der Jahrhundertschriftsteller Ivo Andrić, weltweit gelesen und ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur für seine historischen Romane, Notizen gemacht – Alltagsbeobachtungen, Reiseeindrücke, Charakterbilder, lakonische Kürzestgeschichten. Zu den schonungslosesten, erschütterndsten, intimsten Texten zählen jene, die sich mit der Schlaflosigkeit, dem Altern, der Vergänglichkeit beschäftigen. Pralle Lebenslust gemischt mit Franz Kafka und Edgar Allan Poe, so lässt sich dieses großartige Buch charakterisieren, das der Andrić-Biograf Michael Martens zusammengestellt hat. Weiter lesen…

Tove Ditlevsen

Kindheit

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In „Kindheit“ erzählt Tove Ditlevsen vom Aufwachsen im Kopenhagen der 1920er Jahre in einfachen Verhältnissen. Tove passt dort nicht hinein, ihre Kindheit scheint wie für ein anderes Mädchen gemacht. Weiter lesen…

Paul Auster

Mit Fremden sprechen

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„Mit Fremden sprechen“ ist eine vom Autor selbst zusammengestellte Auswahl seiner besten Essays und Schriften aus fünfzig Jahren, die sowohl berühmte Texte als auch bislang Unveröffentlichtes enthält. Beginnend mit einer kurzen philosophischen Betrachtung, die er mit zwanzig schrieb, und schließend mit einer Reihe von politischen Texten über Themen wie Obdachlosigkeit, 9/11 oder den Zusammenhang zwischen Fußball und Krieg, bieten die 44 Stücke dieser Auswahl einen großen Überblick über Austers Ansichten zu klassischen und zeitgenössischen Schriftstellern, zur Hochseilartistik von Philippe Petit, zu seinen Kunstaktionen mit Sophie Calle und dem langen Weg, den er mit seiner geliebten mechanischen Schreibmaschine zurückgelegt hat. Weiter lesen…

Dimitrij Kapitelman

Eine Formalie in Kiew

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Eine Formalie in Kiew“ ist die Geschichte einer Familie, die einst voller Hoffnung in die Fremde zog, um ein neues Leben zu beginnen, und am Ende ohne jede Heimat dasteht. Erzählt mit dem bittersüßen Humor eines Sohnes, der stoisch versucht, Deutscher zu werden. Weiter lesen…

Wolfgang Welt

Kein Schlaf bis Hammersmith

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Wolfgang Welt (1952-2016) gilt als „der größte Erzähler des Ruhrgebiets“ (Willi Winkler), davor war er furioser Rock- und Popschreiber. Seine meinungsstarken, radikal-subjektiven Kritiken, Konzertberichte und Storys wirbeln die Szene der frühen 80er Jahre ordentlich durcheinander. Zu den Leidtragenden gehören Herbert Grönemeyer, Heinz Rudolf Kunze und Motörhead. Welt hämmert aber nicht nur Totalverrisse in die Schreibmaschine, sondern auch regelrechte Liebeserklärungen. Weiter lesen…

Franzobel

Die Eroberung Amerikas

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Ferdinand Desoto hatte Pizarro nach Peru begleitet, dem Inkakönig Schach und Spanisch beigebracht, dessen Schwester geschwängert und mit dem Sklavenhandel ein Vermögen gemacht. Er war bereits berühmt, als er 1538 eine große Expedition nach Florida startete, die eine einzige Spur der Verwüstung durch den Süden Amerikas zog. Knapp 500 Jahre später klagt ein New Yorker Anwalt im Namen aller indigenen Stämme auf Rückgabe der gesamten USA an die Ureinwohner. Weiter lesen…

Alexander Osang

Fast hell

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Ihre Wege kreuzen sich schon, laufen nebeneinander, lange, bevor Alexander Osang beschließt, Uwes Geschichte aufzuschreiben. Und mit ihm aufbricht auf einem Schiff in die Vergangenheit. Die weißen Nächte über der Ostsee – sie sind fast hell, verheißungsvoll und trügerisch, so wie die Nachwendejahre, die beide geprägt haben. Doch während Uwe der Unbestimmte, Flirrende bleibt, während sich seine Geschichte im vagen Licht der Sommernächte auflöst, beginnt für Alexander Osang eine Reise zu sich selbst, getrieben von der Frage, wie er zu dem wurde, der er ist. Eindringlich und mit staunendem Blick erzählt er von den Zeiten des Umbruchs und davon, wie sich das Leben in der Erinnerung zu einer Erzählung verdichtet, bei der die Wahrheit vielleicht die geringste Rolle spielt. Weiter lesen…

John Burnside

What light there is. Über die Schönheit des Moments

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Für eine Sekunde nur ist er da, flackert auf, offenbart und entzieht sich wieder: der Augenblick. Er berührt uns in Form einer möglichen, aber nie geliebten Liebe, in der Anmut einer Schneeflocke, die sich sogleich auf unserer Haut in Wasser verwandelt, oder als kostbare Erinnerung gebannt in einer Fotografie. „Entscheidend war immer der Moment im Augenblick des Vergehens… Weiter lesen…

Gustave Flaubert

Lehrjahre der Männlichkeit

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Gesellschaftsgeschichte und Liebesgeschichte, vielfältig, böse, melancholisch. Die „Éducation sentimentale“ wurde nach „Madame Bovary“ Flauberts zweites Meisterwerk: Frédéric Moreau ist achtzehn und es wird ernst. Auf einem Seine-Dampfer verliebt er sich sofort und lebenslänglich. Doch Madame Arnoux ist verheiratet! Der Held tröstet sich mit Rosanette und stolpert in die 48er Revolution, die eine ganze Gesellschaft aus der Bahn wirft. Weiter lesen…

Nadeschda Mandelstam

Erinnerungen an das Jahrhundert der Wölfe

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Nadeschda Mandelstam blickt auf Jahrzehnte zurück, von denen ihr Mann, der große Lyriker Ossip Mandelstam, in einem seiner Gedichte als Jahrhundert der Wölfe spricht. Ihr Erinnerungsbuch – erstmals neu und vollständig übersetzt – ist eine nachgetragene Liebesgeschichte und das eindringliche Porträt einer Epoche, in der 1938 ihr Mann in den Lagern verschwand und umkam. Weiter lesen…

Richard Wagamese

Das weite Herz des Landes

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Als der sechzehnjährige Indigene Franklin Starlight gerufen wird, seinen Vater Eldon auf seiner letzten Reise zu begleiten, trifft er auf einen vom Alkohol gezeichneten, dem Tode geweihten Mann. Er hatte bisher kaum Kontakt zu seinem Vater, seine Mutter hat er nie kennengelernt. Die beiden machen sich auf den Weg durch das raue Herzland British Columbias auf die Suche nach einer letzten Ruhestätte, wo Eldon nach Art der indigenen Krieger beerdigt werden will. Weiter lesen…

Pierre Lemaitre

Spiegel unseres Schmerzes

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Im April 1940 glaubt in Frankreich niemand mehr an den Krieg, weder die Soldaten in ihren Bunkern noch die Pariser in ihren Cafés, und erst recht nicht Lehrerin Louise Belmont, bis die deutsche Wehrmacht durch die Ardennen vorrückt und Louises Leben völlig aus den Fugen gerät. Pierre Lemaitre erweckt mit Louise Belmont eine außergewöhnliche Heldin zum Leben und erschafft ein unvergleichliches Panorama jener Zeit. Weiter lesen…

Yoko Ogawa

Insel der verlorenen Erinnerung

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Auf einer Insel, nicht weit vom Festland entfernt, prägen sonderbare Ereignisse das Leben. In regelmäßigen Abständen verschwinden Dinge, und zwar für immer. Zunächst sind es Hüte, dann alle Vögel, später die Fähre. Bald gibt es keine Haarbänder mehr und keine Rosen. Die Bewohner haben sich damit abgefunden, dass auch ihre Erinnerung immer weiter verblasst. Nur einige wenige können nichts vergessen. Deshalb werden sie von der Erinnerungspolizei verfolgt,… Weiter lesen…

Olga Tokarczuk

Die grünen Kinder

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Bizarr ist unsere Welt, immer in Bewegung, ständig in Veränderung begriffen. Und das gilt auch für die faszinierenden neuen Erzählungen von Olga Tokarczuk, der großen Raumzeitreisenden. Ein Buch, das in Erstaunen versetzt, alle gängigen Erwartungen unterläuft. Jede der zehn Erzählungen entfaltet sich in einem anderen Raum: Wolhynien zur Zeit der „schwedischen Sintflut“, die heutige Schweiz, das ferne Asien, fiktive Orte der Imagination. Worin besteht das Gefühl, dass etwas „bizarr“ sei? Wo hat es seinen Ursprung? Ist das Bizarre eine Eigenschaft der Welt oder liegt es in uns? Weiter lesen…

Iwan Bunin

Leichter Atem

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„Leichter Atem“ ist eine der schönsten Erzählungen Bunins. In der Geschichte der aparten, mutwilligen Gymnasiastin Olja, die von einem Freund ihres Vaters verführt wird, stehen Beschwingtheit und Melancholie dicht nebeneinander. Von einer fatalen Affäre erzählt auch „Der Sohn“: Madame Mareau, die Ehefrau eines Kolonialbeamten in Algerien, gibt aus Unzufriedenheit und Koketterie den Avancen eines jungen Verehrers nach. Weiter lesen…

Patricia Highsmith

Ladies

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Eine junge Frau versucht sich mit einem Mord aus ihrer Ehe zu befreien. Ein Au-pair-Mädchen zündet das Haus seiner Arbeitgeber an, damit sie die ihr anvertrauten Kinder retten und zur Heldin werden kann. Zwei junge Mütter, geeint durch ihre unglücklichen Ehen, getrennt durch den Klassendünkel der einen und das Liebesglück der anderen. Ein Findelkind, das von Nonnen als Mädchen aufgezogen wird und das Kloster sprengt, um endlich ein Junge werden zu können. Frauen – so unterschiedlich wie anrührend wie smart wie fies wie unvergesslich. Weiter lesen…

Rafael Horzon

Das Neue Buch

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Zehn Jahre nach Rafael Horzons erfolgreicher Autobiografie „Das Weisse Buch“ ist es still geworden um den einstigen Liebling der Berliner Intelligenzija. Zu still, wie er findet. Also rafft er sich auf, um es noch einmal zu versuchen: Mit einem neuen Buch möchte er sich zum wichtigsten Intellektuellen des 21. Jahrhunderts aufschwingen, ja sogar endlich den heiß ersehnten Nobelpreis gewinnen. Doch ihm fällt einfach nicht ein, worüber er schreiben könnte Weiter lesen…

Giulia Caminito

Ein Tag wird kommen

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Eine italienische Familiengeschichte in Zeiten des aufkeimenden Faschismus, ein politischer Roman über Schuld und Anarchie, Widerstand und unverwüstliche Hoffnung. Im Wald ist es warm und dunkel, als Nicola zitternd das Gewehr auf seinen geliebten Bruder Lupo richtet. Er bittet um Verzeihung, dann schießt er. Der Erste Weltkrieg hat Serra de’ Conti erreicht, ein Dorf in den italienischen Marken. An diesem Ort der Habenichtse zählt der Einzelne bloß, wenn er arbeitet, gehört keinem Bauern das Land, das er bestellt Weiter lesen…

Joseph Conrad

Der Niemand von der „Narcissus“

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Joseph Conrads dritter Roman erschien in den USA und in Großbritannien mit unterschiedlichen Titeln: In New York veröffentlichte man ihn 1897 als „The Children of the Sea“; gegenüber seinem Londoner Verlag aber setzte sich Conrad 1898 mit dem damals von ihm bevorzugten Titel durch und die Geschichte einer dramatischen Überfahrt von Bombay nach London erhielt den Namen, der ihre Rezeption bis heute zum Dilemma macht: „The Nigger of the ‚Narcissus‘“. Weiter lesen…

Michael Crummey

Die Unschuldigen

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Michael Crummey entführt uns in seinem Roman „Die Unschuldigen“ an die raue, unwirtliche Küste Neufundlands um 1800. Der elfjährige Evered und seine zwei Jahre jüngere Schwester Ada wachsen unter kargen Bedingungen auf. Sie sind die Kinder von Fischern, die inmitten der kanadischen Wildnis leben. Als sie zu Waisen werden, sind die Geschwister plötzlich ganz auf sich allein gestellt. Sie wissen nur das von der Welt, was sie von Mutter und Vater gelernt haben und führen deren hartes Leben nach Kräften weiter. Weiter lesen…

Tarjei Vesaas

Die Vögel

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Tarjei Vesaas (1897–1970) ist mit zwei meisterhaften Romanen unsterblich geworden: „Das Eis-Schloss“ und „Die Vögel“. Letzterer erzählt vom Außenseiter Mattis, der sich in eine kindliche innere Welt zurückgezogen hat und von den anderen Dorfbewohnern als zurückgeblieben verlacht wird. Seinen Lebensunterhalt versucht er mit kleinen Hilfsarbeiten auf dem Feld und im Wald zu bestreiten. Mattis lebt in einer Hütte am See mit seiner Schwester Hege, die den Haushalt führt und ihn versorgt, und er fühlt sich mit der Natur ringsum verbunden. Besonders ziehen ihn die Waldschnepfen an, deren frühlingshaften Balzflug er als Zeichen sieht, als Verheißung, die er nicht entschlüsseln kann. Weiter lesen…

Ayad Akhtar

Homeland Elegien

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Ayad Akhtars „Homeland Elegien“ ist ein intelligenter Roman über den zerrütteten Zustand des heutigen Amerikas. Über ein Amerika, in dem die Ideale der amerikanischen Demokratie den Göttern der Finanzindustrie geopfert wurden und eine TV-Persönlichkeit Präsident werden konnte. Es ist ein persönliches Memoir über die Erfahrungen von im Westen lebenden Muslimen, insbesondere nach 9/11 und eine Reflexion über die Möglichkeit einer westlichen muslimischen Identität. Weiter lesen…

Candice Carty-Williams

Queenie

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Queenie ist ein Naturtalent. Darin, sich Ärger einzuhandeln. Zum Beispiel in der Zeitungsredaktion, wo sie die Zeit vertrödelt, anstatt endlich über die Themen zu schreiben, die ihr wichtig sind: Black Lives Matter, Feminismus, seelische Gesundheit. Oder mit ihrem braven weißen Boyfriend, der sie nicht gegen seinen rassistischen Onkel verteidigt. Als die Beziehung zerbricht, sucht Queenie Trost in der digitalen Datinghölle und trifft eine falsche Entscheidung nach der anderen. Die Welt schaut ihr zufrieden dabei zu: ist denn von jungen (schwarzen) Frauen anderes zu erwarten? Weiter lesen…

Ali Smith

Winter

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Winter – die kürzesten Tage, die längsten Nächte. Eine Jahreszeit, die uns das Überleben lehrt. Vier Leute, Fremde und Familie, verbringen Weihnachten in einem riesigen Haus in Cornwall, und doch stellt sich die Frage, ob jeder genug Platz findet. Denn Arthurs Mutter Sophia sieht Dinge, die nicht sein können. Arthur selbst sieht andere. Und da sind noch Iris, Sophias Schwester, ewige Rebellin, nach dreißig Jahren wieder zurück, und Lux, eine Fremde, die Arthur als seine Freundin ausgibt. Eine besondere Nacht, voll Streit und Lügen, Erinnerungen und Mythen. Eine besondere Zeit – unsere Zeit. Weiter lesen…

Jaime Begazo

Die Zeugen

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Jaime Begazo begegnet in seinem prämierten Kurzroman „Die Zeugen“ dem Autor, den man seit Jahrzehnten für den Inbegriff der Literatur hält: Jorge Luis Borges. Eigentlich ein Sakrileg, macht er sich auf, die Erzählung „Emma Zunz“ aus Borges’ „Das Aleph“ neu zu schreiben. Begazo erzählt uns eine Begegnung mit dem gealterten Borges in Genf, wie Borges die üblichen Fragen an ihn pariert, bis er sein Alter Ego ein Detail aus „Emma Zunz“ ansprechen lässt, einer der kunstvollsten Parabeln der Literatur. Weiter lesen…

Marieke Lucas Rijneveld

Was man sät

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Kurz vor Weihnachten bemerkt die zehnjährige Jas, dass der Vater ihr Kaninchen mästet. Sie ist sich sicher, dass es dem Weihnachtsessen zum Opfer fallen wird. Das darf nicht passieren. Also betet Jas zu Gott, er möge ihren älteren Bruder anstelle des Kaninchens nehmen; am selben Tag bricht ihr Bruder beim Schlittschuhlaufen ins Eis ein und ertrinkt. Weiter lesen…

Jean-Paul Dubois

Jeder von uns bewohnt die Welt auf seine Weise

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Warum sitzt ein unauffälliger Mensch wie Paul Hansen im baufälligen Gefängnis von Montréal? Der in Frankreich aufgewachsene Sohn eines dänischen Pastors und einer Kinobesitzerin hatte schon einiges hinter sich, bevor er seine Berufung als Hausmeister in einer exklusiven Wohnanlage in Kanada fand. Weiter lesen…

Ralf Rothmann

Hotel der Schlaflosen

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„Fear is a man’s best friend“ lautet das Motto von Ralf Rothmanns neuem Erzählungsband „Hotel der Schlaflosen“ und tatsächlich ist es oft die Angst, die seinen Figuren aus der Not hilft. Der alternde Dozent, dem während einer Autopanne in der mexikanischen Wüste die Logik der Liebe aufgeht, die Geigerin, die eine finale Diagnose erhält, oder das Kind im Treppenflur, das seine Prügelstrafe erwartet – sie alle erfahren Angst auch als spiegelverkehrte Hoffnung. Weiter lesen…

Lydia Davis

Es ist, wie’s ist

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Bereits in ihren ersten Stories beweist Lydia Davis ihre große Meisterschaft in der kleinen Form. Sie betrachtet auf ihre trocken-humorige und so intelligente Art das, was zwischen uns und in uns selbst vorgehen kann. Auch noch so kleine Feinheiten und Details des Lebens entdeckt Davis und schenkt ihnen besondere Bedeutung. Weiter lesen…

Ben Lerner

Die Topeka Schule

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Adam Gordon geht auf die Topeka High School, er steht kurz vor dem Abschluss. Seine Mutter Jane ist eine berühmte feministische Autorin, sein Vater Jonathan ein Experte darin, „verlorene Jungs“ wieder zum Sprechen zu bringen. Sie beide sind in einer psychiatrischen Einrichtung tätig, in der Therapeuten und Patienten aus der ganzen Welt zusammenkommen. Weiter lesen…

Ronya Othmann

Die Sommer

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Das Dorf liegt in Nordsyrien, nahe zur Türkei. Jeden Sommer verbringt Leyla dort. Sie riecht und schmeckt es. Sie kennt seine Geschichten. Sie weiß, wo die Koffer versteckt sind, wenn die Bewohner wieder fliehen müssen. Leyla ist Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden. Sie sitzt in ihrem Gymnasium bei München und in allen Sommerferien auf dem Erdboden im Dorf ihrer Großeltern. Weiter lesen…

Sien Volders

Norden

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Als die junge Silberschmiedin Sarah das Angebot einer großen Schmuckfirma erhält, muss sie eine Wahl zwischen Kunst und kommerziellem Erfolg treffen: Sie flieht vor dieser Entscheidung und landet in der ehemaligen Goldgräberstadt Forty Miles an der Grenze zu Alaska. Wer hier wohnt, hat seine Geschichte hinter sich gelassen, um neu anzufangen, um ein freieres Leben fernab der Zivilisation zu führen. Die wilde Schönheit des hohen Nordens nimmt Sarah gefangen, hier findet sie Freunde, Liebe, Musik – und letztlich eine neue Heimat. Weiter lesen…

Rye Curtis

Cloris

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Als die zweiundsiebzigjährige Cloris Waldrip einen Flugzeugabsturz in der unwirtlichen Wildnis der Bitterroot Mountains überlebt, hat sie keine Chance auf Rettung. Rangerin Debra Lewis macht sich auf die Suche. Aber will Cloris überhaupt gefunden werden? Das literarische Debüt von Rye Curtis ist ein Abenteuerroman der Extraklasse. Weiter lesen…

Colum McCann

Apeirogon

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Rami braucht fünfzehn Minuten für die Fahrt auf die West Bank. Bassam braucht für dieselbe Strecke anderthalb Stunden. Ramis Nummernschild ist gelb, Bassams grün. Beide Männer sind Väter von Töchtern. Beide Töchter waren Zeichen erfüllter Liebe, bevor sie starben. Ramis Tochter wurde 1997 im Alter von dreizehn Jahren von einem palästinensischen Selbstmordbomber vor einem Jerusalemer Buchladen getötet. Bassams Tochter starb 2007 zehnjährig mit einer Zuckerkette in der Tasche vor ihrer Schule durch die Kugel eines israelischen Grenzpolizisten. Rami und Bassam sind Freunde. Weiter lesen…

Tine Høeg

Neue Reisende

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Tine Høegs „Neue Reisende“ – ausgezeichnet als bester dänischer Debütroman – greift in einem sensiblen Minimalismus und mit subtiler Situationskomik auf, was junge Menschen heutzutage bewegt. Schnörkellos-präzise und zugleich kunstvoll und empathisch. An ihrem ersten Arbeitstag trifft die junge Lehrerin im Pendlerzug auf einen verheirateten Mann. Sie beginnen eine Affäre, die für ihn mehr Lust als Liebe bedeutet, bei ihr hingegen löst sie Gefühlsverwirrungen aus. Weiter lesen…

Patrik Svensson

Das Evangelium der Aale

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Nie in seiner Kindheit war Patrik Svensson seinem Vater so nah wie beim Aalfischen. Als Erwachsener stellt er fest: Der Erinnerung an seinen Vater kommt er nicht auf die Spur, ohne nach dem Fisch zu suchen, der sie miteinander verband – und über den wir bis heute erstaunlich wenig wissen. Weiter lesen…

Toni Morrison

Sehr blaue Augen

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„Ich zerstörte weiße Babypuppen.” Die Reaktion eines kleinen Mädchens, das nicht versteht, warum es nicht so blaue Augen hat wie die Puppen (die es nicht besitzt) oder wie die Kinder in der Schulfibel. Und warum haben alle, die das kleine Mädchen kennt, braune Augen und braune Haut – Mutter, Vater und Schwester, angesehene Gemeindemitglieder und Prostituierte? Weiter lesen…

Marco Balzano

Ich bleibe hier

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Trina ist eine junge Lehrerin und lebt in Graun, einem hübschen Bergdorf im Vinschgau. Doch die Zeiten sind düster. Die von Hitler und Mussolini ausgehandelte „Große Option” zwingt sie, wie alle deutschsprachigen Südtiroler, zu einer Entscheidung: entweder ins Deutsche Reich auszuwandern oder weiter in Italien Bürger zweiter Klasse zu sein. Weiter lesen…

Richard Russo

Jenseits der Erwartungen

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An einem Spätsommertag auf Martha’s Vineyard treffen sie sich wieder: Lincoln, Teddy und Mickey. Die drei Männer planen, das Wochenende in einem Ferienhaus auf der Insel zu verbringen – um der alten Zeiten willen. Weiter lesen…

Francesca Melandri

Eva schläft

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Eva ist Anfang vierzig, als sie einen Anruf von dem Mann erhält, der in ihrer Kindheit eine Zeitlang die Rolle des Vaters einnahm, bevor er scheinbar für immer verschwand: Vito Anania. Er liegt im Sterben und möchte Eva noch einmal sehen. Weiter lesen…

Sebastian Barry

Ein langer, langer Weg

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Willie Dunne ist gerade neunzehn, als er in den Krieg zieht. Um wie sein Vater in Dublin Polizist zu werden, ist er nicht groß genug, aber gegen die ‚Hunnen‘ kann die britische Armee jeden Mann gebrauchen, auch den kleingewachsenen Willie. Mit Tausenden anderer irischer Freiwilliger wird Schütze Dunne 1915 nach Flandern verschifft. Weiter lesen…

Krimis

Michael Connelly

Schwarzes Echo

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Harry Bosch, einst bei der Eliteeinheit des Morddezernats von Los Angeles, muss wieder ganz unten beim LAPD anfangen, nachdem er in vermeintlicher Notwehr einen Unbewaffneten erschossen hat. Viel Zeit sich zu gramen hat er nicht: Bei einem Routineeinsatz erkennt er in einem toten Junkie einen ehemaligen Kameraden aus dem Vietnamkrieg. Der Mann war wie Bosch eine der sogenannten »Tunnelratten«, die die unterirdischen Tunnelsysteme des Vietcong auszurauchern hatten. Hat sich Billy Meadows wirklich den goldenen Schuss gesetzt? Weiter lesen…

Young-Ha Kim

Aufzeichnungen eines Serienmörders

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Tierarzt Byongsu Kim (70) ist „pensionierter“ Serienmörder. Er verbringt seine Zeit damit, Klassiker zu lesen und Gedichte zu schreiben. Kurz nachdem er in seinem Viertel einem Mann begegnet, den er als seinesgleichen erkennt, wird bei ihm beginnende Demenz diagnostiziert. Weiter lesen…

Tim MacGabhann

Der erste Tote

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Mexiko, heute. Die beiden Journalisten Andrew und Carlos sollen eigentlich nur ein Routinestück über die Ölindustrie in Poza Rica, Veracruz, machen, wo ein amerikanischer Konzern groß einsteigt. Zufällig finden sie die furchtbar verstümmelte Leiche eines jungen Umweltaktivisten, Julían Gallardo. Während Carlos noch fotografiert, trifft die Guardia Civil ein und scheucht beide aus der Stadt. Weiter lesen…

Dominique Manotti

Marseille.73

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Elf Jahre nach der Unabhängigkeit Algeriens schwelt es an der Côte d’Azur. Bei Teilen der Marseiller Polizei gehört Rassismus zum guten Ton. Der Mord an einem französischen Busfahrer wirkt wie ein Signal zur Eskalation, Scharfmacher nutzen die aufgeheizte Stimmung aus, ein Junge wird auf offener Straße niedergemäht. Weiter lesen…

Denise Mina

Götter und Tiere

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Einen fremden kleinen Jungen im Arm, hockt Martin im Glasgower Dezemberregen auf einer Bordsteinkante. Beide sind blutbespritzt und halb taub. Doch im Gegensatz zum Großvater des Jungen leben sie noch. Ein Überfall auf eine Postfiliale endet im Blutbad. Martin Pavel, selbst noch unter Schock, muss jetzt einige Fragen beantworten. Weiter lesen…

Scott Thornley

Der gute Cop

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Detective Superintendent MacNeice ist alles andere als ein gewöhnlicher Ermittler: Er redet mit Vögeln und mit seiner verstorbenen Frau Kate, ohne deswegen eine Psychomacke zu haben. Er ist ein rasend guter Beobachter, lebensklug und vor allem liebenswürdig und empathisch. Sein feines Feeling für Menschen macht ihn zu einem gnadenlos guten Cop, der allerdings auch riskant und unkonventionell arbeitet. Weiter lesen…

Alex Beer

Der zweite Reiter. Ein Fall für August Emmerich

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Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Weiter lesen…

Jorge Zepeda Patterson

Die Korrupten

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Mexiko-City. Zu eilig schreibt der Journalist Tomás Arizmendi seine Kolumne über den barbarischen Mord an der Schauspielerin Dosantos nieder, einer Geliebten des gefürchteten Innenministers Salazar und Spionin des Sinaloa-Kartells. Als Tomás dabei ein brisantes Detail erwähnt, das ihm zugespielt worden war, sind die Konsequenzen kaum absehbar. Weiter lesen…

Guillermo Martínez

Die Oxford-Morde

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An einem lauen Sommerabend in Oxford findet ein argentinischer Mathematik-Doktorand die Leiche seiner Vermieterin. Kurz darauf geschehen weitere Morde, und kein Geringerer als Arthur Seldom, der berühmte Professor für Logik, erhält jedes Mal eine Nachricht mit einem rätselhaften Symbol. Weiter lesen…

Emma Viskic

No Sound – Die Stille des Todes

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Als Calebs bester Freund ermordet wird, schwört er, den Täter aufzuspüren. Dabei hat der Privatermittler allerdings einen vermeintlichen Nachteil: Er ist gehörlos. Caleb macht dies zu seiner Stärke, denn er kann Menschen auf den ersten Blick einschätzen, gespielte Emotionen von echten unterscheiden und Lippen lesen. Weiter lesen…

Andrew Cartmel

Killer Rock

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Valerian war eine britische Rock-Ikone der 1960er Jahre, Leadsängerin der gleichnamigen Band Valerian. Sie hatte sich damals unter tragischen Umständen das Leben genommen, ihr Kind war verschwunden, entführt und getötet, wie viele Leute mutmaßten. Und jetzt steht plötzlich ein mysteriöser Klient, „the Colonel“, auf der Matte und beauftragt den Vinyl-Detective, das Kind zu finden. Weiter lesen…

Sachbücher

Heino Falcke / Jörg Römer

Licht im Dunkeln

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Seit Menschengedenken wenden wir unseren Blick zum Himmel. Aus dem Bedürfnis, die Welt und das Leben zu verstehen, ist die Astronomie entstanden. Heino Falcke erzählt eine kurze Geschichte des Universums und wie wir es gesehen haben bis hin zu den ganz großen Fragen, die wir an die Sterne stellen. Weiter lesen…

Hans-Jürgen Heinrichs

Der kürzeste Weg führt um die Welt

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Hans-Jürgen Heinrichs ist ein Weltreisender mit umfassendem Wissen über europäische und außereuropäische Kulturen. Von Jugend an sucht er das Glück der Begegnung – in Europa, Afrika, im Vorderen Orient und im Pazifischen Raum. Ebenso setzt er sich mit den künstlerischen Entwürfen in Literatur, Film, Theater und Philosophie auseinander; immer nach Spuren suchend. Weiter lesen…

Rory MacLean

Durch Europa!

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Was ist Wahrheit, was ist Fiktion? Die Frage drängt sich auf, wenn der kanadisch-britische Autor Rory MacLean von seiner Reise durch Europa berichtet. Sie führt ihn durch Länder, die wieder gespalten sind, aber anders als vor dreißig Jahren, als er diese Reise in umgekehrter Richtung von Berlin nach Moskau unternommen hat. Oft begegnet er den alten Geistern, vor allem aber neuen Ängsten. Rory MacLean Weiter lesen…

Yotam Ottolenghi / Ixta Belfrage

Flavour

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Innovative, geschmacklich exzellente Rezepte auf Gemüsebasis sind das Herzstück von Yotam Ottolenghis Küche. In ihrem neuen Kochbuch destillieren Yotam Ottolenghi und Co-Autorin Ixta Belfrage drei Faktoren, die den Geschmack formen und präsentieren raffinierte Gemüsegerichte mit innovativen Zutatenkombinationen, die begeistern und inspirieren. Weiter lesen…

Thierry Paquot

Die Kunst des Mittagsschlafs

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Die Siesta ist mehr als ein heiteres Dämmern – sie ist ein Moment der Ruhe, der Wollust und ein Akt des Widerstands, gefeiert in Kunst und Literatur. Wer mittags schläft, entzieht sich der Fremdbestimmung, widersetzt sich den Rhythmen der Arbeitswelt und der Produktivitätsmoral. Paquot erzählt die Geschichte des Mittagsschlafs in verschiedenen Mythen und Kulturen. Weiter lesen…

Thomas Reinertsen Berg

Auf einem Blatt die ganze Welt

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Mit jeder der 49 faszinierenden Karten dieses spektakulären Buches erzählt Thomas Reinertsen Berg die Geschichte ihres Gestalters. Er entfaltet das Panorama ihrer Zeit und nimmt uns mit auf eine Reise durch die Jahrtausende. Etwa nach Antwerpen, dem Zentrum der Kartografie im 16. Jahrhundert, wo Abraham Ortelius 1570 den ersten modernen Atlas schuf. Weiter lesen…

Sophy Roberts

Sibiriens vergessene Klaviere

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Sibirien, das ist unerbittliche Kälte und enorme Weite. Sibirien, dieses Gefängnis ohne Dach, ist aber ebenso von verblüffender Schönheit. Welch bedeutende Rolle ausgerechnet hier Klaviere als Symbol europäischer Kultur spielen, zeigt die Britin Sophy Roberts auf ihrer extravaganten Spurensuche. Dabei gelingt es ihr nicht nur, zahlreiche einst berühmte Instrumente zwischen dem Ural und der Insel Sachalin ausfindig zu machen, sondern auch ihre Geschichten zu rekonstruieren. Weiter lesen…

Merlin Sheldrake

Verwobenes Leben

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Sie sind in der Erde, in der Luft, in unserem Körper. Pilze sind überall, aber man übersieht sie leicht. Sie halten uns am Leben, bauen Schadstoffe in der Atmosphäre ab und verändern das Verhalten von Tieren. Sie beeinflussen, wie wir Menschen fühlen und denken und sind für alle Lebensformen unverzichtbar. Sie existieren an der Grenze zwischen Leben und Tod. Weiter lesen…

Kassia St Clair

Die Welt der Stoffe

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Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Stoffe herstellt – ohne sie wäre die menschliche Entwicklung nicht denkbar. Kassia St Clair erzählt faszinierend von Hanf, Leinen oder der Entdeckung der Seide, von den Wikinger-Segeln aus Schafswolle und dem Weltraumanzug Neil Armstrongs, den er nicht auszuziehen brauchte, wenn er auf die Toilette musste. Weiter lesen…

Marie-Luise Wolff

Die Anbetung

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Das Ausmaß der digitalen Risiken ist noch nicht einmal annähernd klar geworden Die modernen Monopolisten Apple, Amazon, Facebook oder Google verdienen Milliarden mit dem Verkauf unserer persönlichsten Daten. Ohne entsprechende Aufklärung oder gar Gegenleistung verkaufen sie private Informationen, die auch zur Überwachung und Manipulation missbraucht werden. Weiter lesen…

Barbara Schmutz

Brainstorming

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Gespräche mit 17 führenden internationalen Gehirnforscherinnen und Gehirnforschern zu Bewusstsein und künstlicher Intelligenz, Traum und Schlaf, Sucht und Drogen, Lernen und Gedächtnis und zur Zusammenarbeit zwischen Gehirn und Darm. Weiter lesen…

Desmond Morris

Das Leben der Surrealisten

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Der Surrealismus begann als gemeinsame Rebellion gegen all jene Mächte, die die Welt in den Krieg geführt hatten. Ein Aufstand auch gegen verlogene Religion, Demagogie, Prüderie und usurpierte Autoritäten. Wie lebten sie wirklich, diese inzwischen so berühmten Künstlerinnen und Künstler? Weiter lesen…

Stefan Laube

Der Mensch und seine Dinge

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Wer einen Menschen verstehen will, muss die Dinge verstehen, die ihm wichtig sind: Alltagsgegenstände, Kunstwerke und religiöse Objekte. In den Berliner Museen findet sich eine unüberschaubare Menge davon aus allen Zeiten und allen Gegenden der Erde. Weiter lesen…

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