Andreas Voßkuhle

Die Idee der Europäischen Wertegemeinschaft

Thyssen Lectures in Griechenland 2017, 127 Seiten,
Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner 2018, € 10,-
ISBN 978-3-926397-34-8

Die Berufung auf die europäische Wertegemeinschaft war viele Jahrzehnte eine beruhigende façon de parler. Angesichts der politischen Entwicklungen in einigen Mitgliedstaaten der EU in den letzten Jahren hat sich die Situation grundlegend verändert. Wir sind auf einmal herausgefordert, Farbe zu bekennen und deutlich zu machen, was uns diese Wertegemeinschaft, die offensichtlich mehr sein will als eine reine Rechtsgemeinschaft, tatsächlich bedeutet, was sie ausmacht und ob und wie wir sie verteidigen wollen. Im Rahmen der Thyssen Lecture bemüht sich Andreas Voßkuhle einige Antworten auf diese zentralen Fragen zu geben. Der Text ist in Deutsch, Englisch und Neu-Griechisch.

Die Fritz Thyssen Stiftung setzt mit den Thyssen Lectures eine Tradition fort, die sie beginnend 1979 nach Stationen in Deutschland auch an einer Reihe von Universitäten in Tschechien, Israel, der Russischen Republik und zuletzt in der Türkei initiiert hat. Die Reihe in Griechenlandwird über einen Zeitraum von vier Jahren unter der Leitung von Prof. Vassilios Skouris, dem ehemaligen Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs u. jetzigen Direktor des Zentrum für Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (CIEEL), organisiert und ist dem Rahmenthema „Die EU als Europäische Rechts- u. Wertegemeinschaft“ gewidmet.

Andreas Voßkuhle (geb. 1963 in Detmold) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und nach 2008 erfolgter Ernennung zum Richter am Bundesverfassungsgericht seit 2010 auch dessen Präsident.

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